Story 5
From Civilmedia
V und 0/1 lassen ihre 13m langen Beine vom Geländer baumeln, nachdem sie den Lift auf den Mönchsberg genommen hatten. Sie mussten sich 64 mal teilen um in kleinen STücken un den Lift zu passen, also hatte es allein 1.24 Stunden gedauert bis sie im Gnazen oben angekommen waren. Sie hatten sich gegenseitig geholfen sich auseinanderzuschrauben zu stecken und zu morphen. Zum Morphen brauchten sie eine bestimmte Enzymhaltige Salbe die sie immer mit sich herumtrugen. Als sie nun dort oben saßen und die verkohlten Bergspitzen bewunderten, flog ein Büschel rot-weißer Haare vorbei und blieb un einer Stein spalte hängen und sie fragten sich woher das kam. Haare waren ihnen bis vor Kurzem fremd gewesen, doch in letzter Zeit wurden sie immer wieder damit konfrontiert. Sie taten sich immer leicht damit fremde Technologien zu nutzen - überall basierten sie auf der Logik. Doch fremde Biosphären waren ihnen nach wie vor ein Rätsel. Was V und 0/1 jedoch im Moment erlebten, als das Haarbüschel vorbeiflog war sehr unüblich für ihr Volk - ja geradezu bizarr. Den Kims hatte seit jeher eine natürliche Beugier gefehlt. Sie waren zwar schon seit geraumer Zeit im Weltraum unterwegs, aber keineswegs aus Wissensdurst. Vielmehr deshalb weil sie es einfach konnten. 0/1 und V war dieser (r)evolutionäre Einschnitt in das Wesen der Kims natürlich nicht bewusst. Doch aus einem spontanen Gefühl der Neugier sollte sich zum ersten Mal etwas wie Empathie entwickeln. Empathie wofür? Für das Kleine Büschel Haare? oder für das was daran gehangen war. Es hatte sie nach der Liftfahrt noch 12.32 Stunden gekostet wieder zurückzumorphen. Bei V waren zwei Teilchen mehrmals falsch zusammengesetzt und bei 0/1 kam immer wieder ein Spalt dazwischen. Hatte das weiße Büschel Haare sie so durcheinandergebracht? Möglich war alles. Die Haare stammten von einer ihnen nicht bekannten Figur. Vielleicht war diese noch aus der "weißen" Vorperiode. Damals asl es noch Politiker und Wahlen gab. die waren 1025 abgeschafft worden, da sie nicht die gewünschten Ergebnisse für KIM gebracht hatten. Und hier am verkohlten Mönchsberg sollten sie nun auf die letzten Überreste dieser Periode treffen? 1/0 schaute v verliebt an und verwirrte V. Was hatte 1/0? War ihm übel? hatte er die Liftfahrt vielleicht doch nicht so gut überstanden, hatten sie vielleicht ein paar wichtige Teilche vergessen odr gar verloren? Oder vielleicht wollte 1/0 sich ihrer entledigen und sie dem großen Kim opfern? Wieso sonst schaute er sie so bedächtig an? Eigentlich war ja ihre Aufgabe eine ganz simple, sie mussten darüber forschen, was denn "Wahlen" und Demokratie genau waren, und ob es sich denn auch für ihren Planeten Kaleido rentierte. Jedoch schien das Forschen nicht so einfach, den 2025, als die Wahlen eingestellt wurden, geschah dies ja nur, weil sowieso alle schon tot waren, und die noch wenig verbliebenen Erdbürger trampelten sich den Urnen zu Tode. war Demokratie also wirklich sinnvoll? V hatte genug gesehen und ordnete den Rückzug an. Das Haarbüschel, welches zu grundlegenden Fragen des Zusammenlebens geführt hatte, wurde vorsichtig verpackt und mitgenommen. Man wollte noch weitere Untersuchungen durchführen - doch erst galt eineut dei Liftfahrt zu bewältigen. Da stellte V plötzlich fest, dass seine Salbe zum Morphen abhanden gekommen war! Wie sollte er auf diese Art je wieder heimatliche Wolken besteigen können? Aus Sicherheitsgründen hatte ja er selbst angeordnet, nur die mutigste Megi mitzunehmen. 1/0, noch immer verzaubert vor Anblick der historischen Haare blickte V verliebt an - und bemerkte sofort dessen Verzweiflung: Sein Arm war auf den Kopf gewandert und blinkte bedrohlich! "Ich schenk' Dir meine Salbe! - Du mußt der Nachwelt von underen Forschungsergebnisse berichten." So kam es, daß 1/0 zum Heldn für die Geschichtsforschung wurde und V den ganzen Ruhm dafür bekam...